Martin Lenz

Im Bann des Mithras (Ein historischer Roman)

Hardcover A5, 334 Seiten
ISBN: 978-3-942157-41-4
Preis 18,20 € (inkl. MwSt)

Der Arzt Dr. Harand lebt im Ruhestand und hilft seiner Tochter bei ihrem Studium im Fach Religionswissenschaft. Dabei beschäftigt er sich allzu intensiv mit den religiösen Strömungen während der Regierung des römischen Kaisers Augustus.
Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Harand wochenlang im Koma und sieht in der Zeit seiner Umnachtung das zweitausend Jahre zurückliegende Leben eines kilikischen Arztes in Tarsos an seinem inneren Auge vorüberziehen. Am Ende glaubt er an Seelenwanderung.
Der Kiliker heißt Harani und ist Sohn einer Sklavin. Er wurde adoptiert, übernimmt die Praxis seines Adoptivvaters, heiratet seine Stiefschwester und hat drei Kinder mit ihr, von denen ihm die Tochter Phyllis besonders am Herzen liegt. Phyllis begleitet ihren Vater oft zu Patientinnen und hilft ihm bei der Arbeit. Sie interessiert sich aber auch für die Lehren der Philosophenschule von Tarsos (Stoiker) sowie für die zahlreichen religiösen Kulte in Tarsos und speziell für den Glauben ihrer jüdischen Freundin Rebecca. Das führt zu Unsicherheit und Spannungen.

Im städtischen Leben von Tarsos, spielt die römische Hafenkohorte eine große Rolle und daneben auch zahlreiche römische Kaufleute. Einer von ihnen, der Heereslieferant Popilius, kollabiert nach einem festlichen Gelage des Militärs. Seine Frau Livilla ruft Harani zu Hilfe. Der Kontakt gestaltet sich schwierig. Popilius ist störrisch und unzufrieden. Sein Zustand bessert sich, aber er ist in kriminelle Geschäfte verwickelt, es kommt zu Mord und Totschlag und er begeht schließlich Selbstmord. Sein Sohn Quintus übernimmt die Firma, er besucht die Kultfeiern der Mithrasjünger und verliebt sich in Haranis Tochter Phyllis. Gegen den Willen des Vaters entwickelt sich die Beziehung und führt nach abenteuerlichen Ereignissen am Ende dazu, dass Quintus zum Aufbau einer neuen Filiale nach Germanien geschickt wird und Phyllis ihm folgt.
Der Leser lernt in dem Roman eine historisch interessante Zeit und die seltsamen Wege zum Übersinnlichen kennen, die Quintus und Phyllis erfahren.
Die zeitlichen Hintergründe sind sorgfältig recherchiert, die Daten entsprechen dem Stand der Geschichtswissenschaft und nur die Mysterien lassen der Fantasie und Interpretation Raum, da es nur wenige, unvollständige Quellen gibt. So weitet sich der Roman stellenweise zu Fantasy-Literatur.