Bodo Steinberg

Das Grab in Tennessee

Hardcover A5, 276 Seiten
ISBN: 978-3-945295-29-8
Preis 18,60 € (inkl. MwSt)

Auf einer Geburtstagsfeier im Oktober 2006 entschloss sich Ralph Ahrendt mehr über seinen amerikanischen Vater und dessen Familie in Tennessee herauszufinden. Er hofft auf mehr Informationen, als ihm seine verbitterte Mutter bisher zukommen ließ. Im Frühjahr 2007 macht er sich auf den Weg nach Somerville, dem Geburtsort seines Vaters. Thomas Weißenberger, ein Gymnasiast aus seiner Nachbarschaft, begleitet ihn als Dolmetscher. Zwei Tage später stand Ralph Ahrendt in Somerville auf dem „Baptist Cemetery“ vor dem abseits gelegenen Grab seines Vaters, Jack Watov.
Warum starb er schon mit 56 Jahren und warum wurde er nicht im Familiengrab beigesetzt? Schon bald entwickelt sich die Suche nach Antworten zu einem Familiendrama, bei dem es nicht nur eine nie gekannte und für möglich gehaltene Wiedersehensfreude gab, sondern auch Lügen, Intrigen und Mord.
Nach zehn Tagen kommt Ralph Ahrendt wieder nach Deutschland zurück, um nach einem vor 55 Jahren spurlos verschwundenen Mädchen zu suchen. Sein Vater und sein Onkel kannten die 14jährige Ingrid Richter, wie ein altes Foto beweist, dass er in den Trümmern der 1978 abgebrannten Ranch seines Vaters gefunden hatte. Eine Woche später entdeckt er im Wald zwischen Oberschleißheim und Hochbrück das Skelett des Mädchens. Wurde sie von seinem Vater oder dessen Bruder Frank ermordet?
Eine Antwort darauf kann es nur in Tennessee geben. Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse. Steven Shiloh, der alkoholkranke Ex von Gladys Blacksmith, mit der Ralphs Vater vor 40 Jahren ein Verhältnis hatte, wurde auf seiner verwahrlosten Ranch erstochen aufgefunden. Missis Blacksmith beging kurz darauf Selbstmord und ein mysteriöses Pärchen, das im selben Hotel wohnte wie er und Thomas Weißenberger, beschattete sie seit ihrer Ankunft in Somerville.
Trotz intensivster Nachforschungen gelingt es Ralph Ahrendt zunächst nicht die düsteren Geheimnisse der Familie aufzudecken, obwohl er von Anfang an wie ein verlorener Sohn von seinem Onkel aufgenommen wird.
Ein Jahr nachdem er zum ersten Mal in Somerville war, zog er endgültig von München nach Tennessee um und übernahm einen lukrativen Posten auf der „Horse Power Station“ von Frank Watov, der in Bolivar eine bekannte und sehr erfolgreiche Pferdezucht besaß. Der tägliche Umgang mit seinem Onkel und den Menschen in seiner Umgebung, führt zu einer immer enger werdenden familiären Bindung und schließlich zu einer Erkenntnis, die buchstäblich wie eine Bombe in seinem Leben einschlägt.

rezi_steinberg
Münchner Merkur, 09.09.2015