Wege aus der Schreibblockade

Eine gute Buchidee zu haben ist schon nicht leicht – doch sie umzusetzen erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Ausdauer. Schwierig wird es, wenn dann noch eine Schreibblockade einsetzt und das Blatt auf dem Bildschirm sich partout nicht mit Wörtern füllen will. Der Kopf ist wie zubetoniert, die Kreativität schweigt und die Geschichte verweigert sich dem Erzählfluss: Anzeichen einer klassischen Schreibblockade. Persimplex gibt Tipps, wie man sich aus der Schreibblockade befreien kann:

1. Schreibblockaden sind normal
Nahezu jeder Autor kennt Schreibblockaden. Stephen King etwa hat sie zum Thema von gleich Romanen gemacht, darunter „The Shining“ und „das geheime Fenster“. Joseph Conrad, Samuel Beckett, Douglas Adams, Ernest Hemingway und Fjodor Dostojewski litten unter Schreibblockaden – und sie alle sind große und einzigartige Autoren. Eine Schreibblockade sagt also nichts über Ihr Können aus – im Gegenteil.

2. Nicht bange machen lassen
Schreibblockaden sind normal –und verschwinden in der Regel von selbst wieder. Auch wenn es sich so anfühlt, als könnten Sie nie mehr schreiben, das ist Teil der Schreibblockade und entspricht nicht der Realität. Bieten Sie der Schreibblockade mit einem Lächeln die Stirn – sie ist nicht von Dauer!

3. Zu viel oder zu wenig Planung
Beides kann Ursache einer Schreibblockade sein. Wenn Sie sich im Vorfeld zu wenige Gedanken über den Verlauf Ihrer Geschichte machen und einfach drauf los schreiben wollen, kann das zu einer Schreibblockade führen, ebenso, wenn Sie sich noch vor dem Schreiben zu sehr festlegen. Kreativität braucht einen Rahmen, aber keine allzu strikten Vorgaben. Finden Sie einen Mittelweg, in dem Sie zum Beispiel nur eine Zeitleiste mit den Ereignissen und Kapitelinhalten erstellen und diese nur stichwortartig beschreiben.

4. Seien Sie offen für Neues
Mit Figuren und Geschichten ist es wie im richtigen Leben: Sie machen selten das, was wir von ihnen erwarten. Oft kommt am Ende etwas heraus, das am Anfang eines Schreibprozesses noch gar nicht absehbar war. Lassen Sie sich auf diesen Prozess ein und haben Sie den Mut, auch Seiten zu schreiben, die Sie am Ende gar nicht verwenden.

5. Ablenkung
Das ist das Geheimrezept. Wenn die Worte nicht fließen, wenden Sie sich etwas anderem zu, einem Spaziergang, sportlicher Betätigung oder etwas Handwerklichen. So bekommen Sie den Kopf frei und Sie werden feststellen, dass Ihre Inspiration ganz von selbst zurückkehrt.

6. Inspiration
Manchmal fehlt auch einfach der zündende Funke. Suchen Sie Inspiration in genreverwandten Büchern anderer Autoren, besuchen Sie Museen oder Ausstellungen, die mit Ihrem Thema zu tun haben oder schauen Sie sich einen Film an. In „Frühstück bei Tiffanys“ oder „Shakespeare in Love“ geht es um Schreibblockaden – und wie man mit ihnen umgeht.

7. Nicht unter Druck setzen
Schreiben lässt sich nicht erzwingen. Machen Sie sich selbst also keine Vorschriften, wann wie viele Seiten oder ein Kapitel fertig zu sein haben – denn dann wird mit großer Wahrscheinlichkeit nichts daraus. Ganz ohne Ziele geht es aber häufig auch nicht. Fassen Sie deshalb Zeitvorgaben locker, etwa ein Kapitel pro Monat.

8. Der Austausch mit anderen
Sie sind nicht allein! Mit Ihnen leiden gerade viele andere Autoren unter dem gleichen Problem. Vernetzung kann da sehr hilfreich sein, wie etwa im Forum „Schreibnacht“, wo sich Autoren untereinander austauschen und zu Schreibnächten verabreden.

9. Kleine Erfolgserlebnisse schaffen
Der ganz große Wurf will gerade nicht gelingen? Dann versuchen Sie es doch zur Abwechslung mit einem Gedicht oder einer Kurzgeschichte. Sie werden sehen, die Muse hat sie nicht verlassen! Hier finden Sie Aufrufe für Kurzgeschichtenbeiträge, Leseveranstaltungen und Autorentreffs oder Wettbewerbe.