Manfred Hühn

Letztes Jahr in Marienbad

Hardcover B5, 272 Seiten
ISBN: 978-3-86440-191-6
Preis 16,20 € (inkl. MwSt)

Dieses Buch beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten des berühmten Filmes „Letztes Jahr in Marienbad“ (1961) des französischen Regisseurs Alain Resnais. Es handelt sich bei dem vorliegenden Text um die Anmerkungen eines Autors, der selbst weder Filmkritiker noch Filmschaffender (in welcher Rolle auch immer) oder Medienexperte mit irgendeinem konkreten Bezug zur künstlerischen Ausdrucksform „Film“ ist und der auch von seiner eigenen wissenschaftlichen Ausrichtung her keinerlei Beziehung zum Medium „Film“ hat. Ja, auf den ersten Blick hin könnte die Distanz zwischen meiner persönlichen wissenschaftlichen Profession und den hier zur Diskussion stehenden Film-Fragestellungen wohl kaum größer sein:
„Von Hause aus“ bin ich nämlich Mathematiker – war jedoch in meinem gesamten akademischen Leben als Theoretiker in der Biologie und Agrarwissenschaft tätig [zuletzt (über etliche Jahrzehnte) als Professor an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel] und habe mich dort mit Biomathematik und den mathematischen und statistischen Grundlagen der Genetik (Schwerpunkt: Populationsgenetik und Quantitative Genetik) und Pflanzenzüchtung beschäftigt. Seit Ende 2005 bin ich emeritiert.

Bei einer durch Mathematik und Genetik geprägten Charakterisierung der eigenen wissenschaftlichen Arbeitsgebiete nun ein Buch über einen Film – das ist wohl doch etwas ungewöhnlich und bedarf sicher einiger Erklärungen.
Schon immer haben mich – neben meiner wissenschaftlichen Arbeit – auch philosophische und wissenschaftstheoretische Probleme sowie allgemeine kulturgeschichtliche und kulturwissenschaftliche Zusammenhänge sehr interessiert, und es sind im Laufe der Zeit neben den mathematisch-statistischen und genetisch-züchterischen Arbeiten auch einige in diesen Bereich fallende Publikationen entstanden (Dürfen wir, was wir können? Kritische Anmerkungen eines Naturwissenschaftlers / Universität und Bildungsauftrag. Wirklichkeit oder Farce? / Denkanstöße und Reflexionen. Nachdenkliche und unterhaltsame Streifzüge zu ausgewählten philosophischen und wissenschaftstheoretischen Fragen). Der vorliegende Text setzt diese Reihe in ein bisher noch nicht aufgegriffenes Fachgebiet – nämlich den Bereich „Film“ – fort.